Klima-News der Stadt Büdelsdorf
Ernährung - Januar 2026
- Absender:
- Klimaschutz in Büdelsdorf <klimaschutz@buedelsdorf.de>
- Betreff:
- Ernährung - Januar 2026
- Datum:
- Zuletzt versendet am 06.01.2026 um 15:40 Uhr
Klimaschutz auf dem Teller
Liebe Klimainteressierte,
viele von uns haben sich bereits gute Vorsätze für 2026 gemacht – auch eine gesunde Ernährung ist dabei beliebt. Die gute Nachricht: Eine gesunde Ernährung mit viel Gemüse und Getreide und wenig rotem Fleisch ist gleichzeitig sehr klimafreundlich! In der untenstehenden Tabelle kannst du den CO2-Fußabdruck einiger Lebensmittel vergleichen. Die Hintergründe sind vielfältig und komplex, wir wollen trotzdem einen kurzen Überblick liefern:
- Flächenverbrauch: Flächen für die Landwirtschaft stehen in direkter Konkurrenz zu Waldflächen, die ein enormer CO2-Speicher unserer Erde sind. Die Viehzucht benötigt 70% der gesamten landwirtschaftlichen Fläche, Fleisch liefert aber nur 18% der Kalorienmenge.
- Transport: Wenn Lebensmittel weit transportiert werden müssen, verschlechtert das die Treibhausgasbilanz enorm. Besonders schädlich ist der Transport per Flugzeug, der vor allem bei leicht verderblichen Lebensmitteln zum Einsatz kommt, beispielsweise bei exotischen Früchten, Erdbeeren im Winter oder frischem Fisch aus dem Ausland.
- Treibhäuser und Kühlung: Die Klimabilanz einer Winter-Treibhaustomate ist deutlich höher als eine im Sommer, und die eines Apfels aus dem Kühlhaus deutlich höher als die eines frischen Apfels im Herbst.
- Düngung: Durch Stickstoffdüngung wird Lachgas freigesetzt, das 300-mal schädlicher ist als Kohlendioxid. Besonders in der konventionellen Landwirtschaft wird sie intensiv verwendet.
- Wiederkäuer rülpsen: Es mag lustig klingen, ist aber ein bedeutender Faktor: Kühe und andere Wiederkäuer rülpsen durch den Verdauungsprozess Methan aus – welches ebenso wie Lachgas besonders klimaschädlich ist. Der Methanausstoß einer Kuh verursacht pro Jahr den gleichen Klimaschaden wie 18.000 Kilometer Fahrt mit einem Dieselauto.
Kommunale Wärmeplanung auf der Zielgeraden
Die von zwölf Kommunen in der Region Rendsburg gemeinsam aufgestellte Kommunale Wärmeplanung biegt auf die Zielgerade ein. Nach Vorstellung der Zwischenergebnisse im Ausschuss für Umwelt, Ortsentwicklung und Verkehr im November 2025 werden aktuell die Endberichte vorbereitet. Hier werden Gebiete abgegrenzt, für die eine gemeinschaftliche Wärmelösung, zum Beispiel Nahwärmenetze in Frage kommen könnte. Gleichzeitig stellt die Studie Gebiete dar, in denen sich dezentrale Wärmelösungen, zum Beispiel Wärmepumpen, Solarthermie oder Pelletheizungen nach aktuellem Stand der Dinge anbieten würden.
Die Zwischenergebnisse sind auf der Homepage der Stadt Büdelsdorf unter www.buedelsdorf.de/Kommunale-Wärmeplanung veröffentlicht.
Über die Endberichte sollen die zuständigen kommunalen Gremien noch im ersten Quartal diesen Jahres beraten und beschließen. In dem Bericht werden auch konkrete Maßnahmen vorgeschlagen, die dazu beitragen sollen, dass Büdelsdorf bis 2040 komplett fossilfrei mit Wärme versorgt wird.
Es ist eine öffentliche Präsentation der Ergebnisse im März 2026 geplant. Nähere Informationen, Hintergründe, rechtliche Auswirkungen und die Bedeutung für Hauseigentümerinnen und -eigentümer findest du zeitnah auch auf der Homepage der Stadt Büdelsdorf.
Viele Grüße,
dein Klimaschutzteam
Stadt Büdelsdorf
Am Markt 1
24782 Büdelsdorf
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